Gedankensafari

Geschrieben am 21. September 2011 von Nina. » 4 Kommentare

Das ganze letzte Jahr habe ich mit Reisen verbracht. Bezaubernde Tempel in Thailand, duftende Jasmin-Blüten in Indien, malerische Berglandschaften in Darjeeling, den perfekten Sternenhimmel in Neuseeland, Fische in schillernden Farben auf den Cook Inseln oder den magischen Anblick des Taj Mahal durfte ich sehen.

In Südafrika war ich noch nicht – aber in Gedanken gehe ich einfach mal auf meine erste Safari durch die südafrikanische Steppe. Los geht’s!

Unser Jeep poltert die unebene, staubige Straße entlang. Vorbei an bizarren Wüstenlandschaften und xxx. Am Straßenrand spielt eine Gruppe von Kindern mit einem abgewetzten Lederball. Ganz aufgeregt winken sie uns zu. Es geht in Richtung Nationalpark.

Sonnenhut (Quelle: flickr © ^@^ina)

Sonnenhut (Quelle: flickr © ^@^ina)

Mein sandfarbener Sonnenhut wippt im Takt mit und meine viel zu große Sonnenbrille schützt mich vor den Sonnenstrahlen. Meine erste Safari hat begonnen. Überhaupt meine erste Reise nach Südafrika. Gewappnet mit Digitalkamera und meiner neuen Diana-Mini freue ich mich schon auf die ersten Schnappschüsse. Ob wir auch Elefanten sehen?

Der Jeep bahnt sich weiter seinen Weg und nimmt immer mehr Fahrt auf. Der warme Wind und kleine Sandkörner wehen mir ins Gesicht. Neben mir sitzt Lena, die hier mit ihrem Mann Paul ihre Flitterwochen verbringt. Hübsch sieht sie aus. Und ihr Sonnenhut gefällt mir auch sehr gut.

Nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir den Anfang des Reservats. Jetzt könnten wir jederzeit auf eine Herde Giraffen oder Zebras treffen. Wenn man Glück hat, kann man sogar Elefanten sehen. Wie aufregend. Lena fragt mich, ob ich ganz alleine reisen würde. Bevor ich antworten kann, höre ich auf einmal ein dumpfes Geräusch, die Erde bebt ein wenig. Wie aus dem Nichts taucht eine ganze Herde Zebras auf, die wild durcheinander an uns vorbei galoppieren. Mein Herz bleibt für einen Moment stehen und ich halte die Luft an.

Galloping Zebras (flickr ©sirpthatch)

Galloping Zebras (flickr ©sirpthatch)

So nah war ich Tieren in der freier Wildbahn noch nie. Es müssen mindestens fünfzig Tiere sein. Schnell zücke ich meine Kamera und knippse drauf los. Oder sollte ich doch lieber filmen? Nein, erstmal Fotos machen. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, bis die schwarz-weiß gestreifte Herde an uns vorbei gerauscht ist und hinter einem Hügel verschwindet. Dann ist es wieder ganz still und man hört nur noch das Rattern des Motors.

Unser Tourguide  hatte uns nicht zuviel versprochen. Wir sehen Gnus, Antilopen, Giraffen und mächtige Affenbrotbäume. Ich fühle mich mit der Natur so verbunden wie nie zuvor. Alles ist friedlich, groß, weit und menschenleer.

Zum Schluss fahren wir noch an eine Wasserstelle, an der man manchmal ein paar Elefanten sehen kann. Wir haben Glück – eine kleine Elefantenfamilie hat es sich dort gemütlich gemacht und die kleinen Elefantenbabys spritzen vergnügt Wasser durch die Gegend. Wir können sie nur aus der Ferne beobachten, da sie etwas schreckhaft sind. Ihr Anblick hat etwas Magisches an sich. Sie strahlen so viel Kraft und Ruhe aus und man könnte sie einfach stundenlang beobachten. Am liebsten würde ich so ein kleines Elefantenbaby mit nach Hause nehmen.

Mit vielen tollen Fotos im Gepäck und unvergesslichen Erinnerungen machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Bevor der Jeep die Straße entlang rumpelt, drehe ich mich ein letztes Mal um und kann noch die blutrote Sonne sehen, die friedlich am Horizont untergeht. Meine erste Safari war wahnsinnig schön.

Twilight waterhole (Quelle: flickr ©lawmurray)

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3 Kommentare

  • Andrea's Gravatar Andrea 21. September 2011, 22:55

    Wann geht´s los Nina? :)

  • Elke's Gravatar Elke 23. September 2011, 02:46

    Oh, Südafrika.
    Ich stelle fest, ihr habt Fernweh.

  • silke's Gravatar silke 27. September 2011, 13:29

    suedafrika, suedamerika, there is still lot to see and do. hope you keep writing the blog. brings back memories.

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